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Giovanni Allevi

Sa, 12.03.2022 - 19:30
Wiener Konzerthaus - Schubert Saal, Wien

Komponist. Dirigent. Pianist. Phänomen. Enfant terrible.

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Sa., 12.03.202219:30 Giovanni Allevi
Wiener Konzerthaus - Schubert Saal, Wien

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In Pressetexten wird Giovanni Allevi auch gerne der ‚Philosoph unter den Pianisten‘ bezeichnet. Der fünfzigjährige Mailänder hat in der Tat einen Hochschulabschluss summa cum laude in Philosophie, aber möglicherweise bekommt er diesen ‚Beipacktext‘ aus dem Grund mit in den Text, weil der Künstler sich sonst jeglicher anderen Beschreibungen entzieht. Klar, er hat sein Handwerk gelernt, Musik studiert und mit erstklassigem Diplom abgeschlossen. Er trat in den namhaften Häusern seiner Heimat auf aber der große Durchbruch gelang Allevi erst ab jenem Moment, wo er begann sich ausschließlich eigenen Kompositionen zu widmen und dabei sämtliche Genregrenzen ignorierte.

Gegen Ende der Neunziger Jahre dann die Bekanntschaft mit dem italienischen Pop-Star Jovanotti. Es folgte die erste CD-Produktion und ebenso eröffnet Allevi am Flügel Jovanottis Konzerte auf der ‚L’Albero-Tour‘ vor Pop- und Rockpublikum, welches den stets in Jeans, klassischen Converse Schuhen gekleideten Künstler mit der charakteristischen Haarpracht und der schwarzen Brille, frenetisch feierte.

Es folgten zahlreiche internationale Tourneen. Er trat in der New Yorker Carnegie Hall ebenso auf wie in der Queen Elizabeth Hall in London, Paris, Berlin, Los Angeles, Seoul und Tokio.  Allevi wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter auch mit dem Verdienstorden der Republik Italien.

Allevi ist einer der erfolgreichsten Künstler seiner Heimat, aber diesem ganzen Rummel um seine Person steht er bescheiden gegenüber. ‚Der Erfolg interessiert ihn wenig‘, wie er im Gespräch erklärt, vielmehr ist es die Musik, die es ihm heute ermöglicht ein normaleres Leben zu leben.

It’s the music, stupid!

Allevi erzählt von Panikattacken, seiner Angst, vom Kampf mit dem inneren Teufel, der sich nur mit Musik temporär gewinnen lässt. Einer seiner Titel trägt den Namen ‚Panic‘ – die Komposition hat in seinem Kopf, im Rettungswagen liegend am Weg in die Klinik, auf sich aufmerksam gemacht, angeklopft, sich entwickelt. Eine schöne, sehr friedvolle Melodie, die sich der Panik entgegenstellte. Ein anderer Titel heißt ‚No More Tears‘, der im Anschluss an eine schwere Augenoperation entstanden war. Oder das experimentelle Stück ‚The Idea‘, welches seinen Ursprung auf einen in der U-Bahn gerissenen Einkaufsbeutel hat, aus dem die Äpfel gekullert sind und so eine rhythmische Zeile ergaben die zum Musikstück wurde.

Seine Musik baut Brücken. Jedes seiner Konzerte sieht und empfindet er selbst als kollektive Gruppentherapie mit seinem Publikum. Er spielt sich dabei frei, seine Musik nimmt ihm die Ängste vor dem Kontakt mit der Realität des normalen Lebens. ‚Musik hat mich gerettet‘, sagt er und ergänzt im Nachsatz: ‚Sie holt mich von der Dunkelheit ins Licht‘.

Geschichten und Empfindungen wie diese sind die Quellen seiner Kompositionen und dabei wandert er kreuz und quer durch die Genres, verbindet sie kunstvoll miteinander, schert sich nicht um Konventionen und nein, das alles lässt sich auch nicht in irgendwelchen Kategorien einteilen. Allevi selbst erklärt seine Kompositionen auf einem klassischen Fundament ruhend auf welchem er weiter musikalisch aufbaut. Zeitgemäße Klassik? Wenn man so will, aber wie gesagt, hier ist hinhören, Giovanni Allevi live im Konzert erleben, der eigentliche Weg sich dem Thema zu nähern.

So wie zigtausende, vor allem junge Menschen es machen, die sich nicht um die Kritik scheren, dass es sich bei ihm um ein TV- und Marketing-Massenphänomen handele. Das wäre alles viel zu kurz gegriffen, denn am Ende geht es doch bei Musik immer nur darum, ob sie die Menschen berührt, ob die Brücke zwischen Bühne und Publikum emotional tragfähig ist und magische Momente ermöglicht.

Pianist Nazzareno Carusi brachte das Phänomen Giovanni Allevi in einem Interview am Punkt: ‚Sein Erfolg hat das Klavier neu geboren und viele junge Menschen zum Klavierunterricht ermutigt‘.

Am besten sich selbst davon zu überzeugen. Nun auch wieder in Wien!

Veranstalter. Schwaiger Music GmbH

Infos zum Veranstaltungsort

Wiener Konzerthaus - Schubert Saal

Lothringerstraße 20
1030 Wien

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