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Oper Konzertant 20/21 © beyond Hermine Karigl-Wagenhofer

Veranstaltung abgelaufen

An die Freude - Hamburg Ballett

Beethoven Neunte Symphonie | An die Freude

Ballett von John Neumeier

Musik von Ludwig van Beethoven

Eine Produktion der Staatsoper Hamburg

Info

Das Heroische der Dritten, das Schicksalhafte der Fünften, das Lebensbejahende der Siebten – nur drei Zutaten, die in die Neunte gehören. Erste Skizzen entstanden schon im Jahr 1815 – das Jahr nach der letzten Fidelio-Fassung, das Jahr der Rückkehr Napoleons und seiner endgültigen Niederlage bei Waterloo und das Jahr, in dem die erste Gesamtausgabe der Werke Friedrich Schillers erschien. Erst 1822 nahm Beethoven aber wieder die Arbeit an der Symphonie auf. Der erste Satz beginnt geheimnisvoll mit einer leeren Quinte, es knistert, und verheißungsvoll bauen sich Liegetöne der Bläser auf. Zwischendrin zuckt und blitzt es in den Streicherstimmen auf, es ist das erste Thema, das sich gewaltig nach der kurzen Einleitung über das Publikum entlädt. Überwältigt bleibt man zurück – der erste Satz ist in seiner Ausdehnung zwar viel zu lang, aber er besticht mit einer unglaublichen  kompositorischen Präzision. Eine Verschnaufpause gönnt uns Beethoven nicht, denn der zweite Satz schließt unmittelbar und inhaltlich direkt an –das teils Martialische des ersten Satzes ist verschwunden, aber das lauernd-dämonische bleibt. Der dritte Satz ist der lang ersehnte langsame, er bildet den Ruhepunkt in der Symphonie. Wir können aufatmen, eine neue Welt betreten. Fast hypnotisch wirken die Variationen des Themas in ihrem Aufbau – erst an- dann abschwellend. Der vierte Satz reißt uns aus unseren Träumen wieder heraus, gerade, als ob er uns mit Pauken und Trompeten in den Krieg rufen wollte. Und auch die Stimme der Celli und Bässe wirkt zu Beginn eher einschüchternd, bevor sie leise, in schlichter Schönheit, langsam das gesamte Orchester animiert, sich ihr anzuschließen. Und auch der hinzutretende  Chor – Frevel oder Kunstgriff? – setzt mit Friedrich Schillers berühmter Ode an die  Freude ein. Diese verkündet nicht weniger als die Gleichheit aller Menschen über ihre Unterschiede hinweg. Die Neunte ist eine der ultimativsten Hymnen, die je  geschrieben wurden. Und auch die Europäische Union hat diese mächtige Musik zu ihrer Hymne gewählt – ja, nur die Musik! Denn auf den Text konnte man sich bei aller  Brüderlichkeit dann doch nicht einigen. 

Ludwig van Beethoven ist einer der großen Instrumentalkomponisten, dem sich John Neumeier in seiner bisherigen Laufbahn noch nicht widmete. Außergewöhnlich, bedenkt man, dass er bereits viele choreografische Arbeiten zu Musik, die zunächst nicht als Ballettmusik, auch nicht als Musik für die Bühne komponiert wurde, erarbeitete, so zum Beispiel zu verschiedenen Oratorien von Johann Sebastian Bach, zu mehreren Symphonien von Gustav Mahler und zu dessen Das Lied von der Erde. Für Neumeier gab das Jahr von Beethovens 250. Geburtstag nun Anlass, sich mit Beethovens Musik, ihrer Vielschichtigkeit und überwältigenden Direktheit, der man sich körperlich kaum entziehen kann, auseinanderzusetzen. Die Idee im Kopf des Choreografen war: „Persönliche Gedanken und große Jubiläen kommen manchmal zusammen. Über viele Jahre habe ich mir überlegt, ein größeres Projekt mit Ludwig van Beethovens Musik zu realisieren. Überblickt man die Ballettmusiken großer Komponisten des 19. Jahrhunderts, ist es bemerkenswert, dass neben Tschaikowskis epochemachenden Werken Beethovens Geschöpfe des Prometheus zu den bedeutendsten Partituren gehört. Beethovens großartige Musik hat mich immer wieder tief berührt, ohne dass daraus bisher ein abendfüllendes Werk entstanden  wäre. Mit Blick auf die anstehende Saison hatte ich das Gefühl, dass die Zeit dafür nun reif ist. Das große Beethoven-Jubiläum, das im Jahr 2020 ansteht, ist dafür ein zusätzlicher Ansporn.“ John Neumeier hat sich schon vor zwei Jahren mit der Musik Ludwig van Beethovens in einem von ihm geschaffenen Beethoven-Projekt  auseinandergesetzt. Er führt diese kreative Arbeit nun mit der 9. Symphonie fort, für  die er eine abendfüllende Choreografie schaffen wird. An der Staatsoper Hamburg kommt dieses Ballett kurz vor dem vermuteten Datum von Beethovens Geburt, dem  16. Dezember, auf die Bühne und wird dann im Theater an der Wien als Abschluss  der Spielzeit 2020/21 zu sehen sein. Es erweitert die langjährige Zusammenarbeit mit John Neumeier und dem Hamburg Ballett, indem auch unser 2019/20 begonnenes Beethoven-Fest mit einem zentralen Werk unseres einstigen Hauskomponisten abschließt.

 Besetzung

CHOREOGRAFIE, LICHT & KOSTÜM John Neumeier
SOPRAN Valentina Petraeva
MEZZOSOPRAN Sofia Vinnik
TENOR Andrew Morstein
BASS Ivan Zinoviev
ORCHESTER Wiener KammerOrchester
CHOR Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

 

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Veranstalter: Theater an der Wien

Infos zum Veranstaltungsort

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6
1060 Wien

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